Google reduziert Anzahl der AdWords Anzeigen

Google reduziert Anzahl der AdWords Anzeigen

Durch die Reduzierung der Adwords-Anzeigen wird das Zusammenspiel von SEA und SEO für viele Werbungtreibende zur Pflicht, um drohende Umsatzverluste zu kompensieren. Wie genau funktioniert das?

Der Aufschrei ist groß: Google reduziert die Zahl der Adwords-Anzeigen auf den Google-Ergebnisseiten von zehn auf maximal vier. In der Folge werden die durchschnittlichen CPCs durch intensiveren Wettbewerb ansteigen, Werbungtreibende, die bisher auf den Positionen fünf bis zehn profitabel geworben haben, sehen sich gezwungen, höhere CPCs zu bezahlen, oder auf Klicks und Conversions zu verzichten. Das Zusammenspiel von SEA und SEO wird spätestens jetzt für viele Werbungtreibende zur Pflicht, um drohende Umsatzverluste zu kompensieren.

SEM ist ein Basisinstrument
Search Engine Marketing (SEM) ist für die deutschen Werbekunden nach wie vor ein Basisinstrument: Auch 2016 fließen nach Branchenschätzungen 3,2 Milliarden Euro in Suchmaschinen, knapp 37 Prozent aller Online-Werbeinvestments. Um das Optimum aus ihren Budgets herauszuholen, wählen immer mehr Werbekunden die Kombination von Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenwerbung (SEA). Die beiden Methoden stellen zwei Seiten einer Medaille dar und ergänzen sich perfekt: SEO einerseits zielt darauf ab, die technische Struktur, Inhalte und Backlinks einer Website bestmöglich auf die Google-Algorithmen abzustimmen. Beim SEA andererseits bieten Werbungtreibende auf bestimmte Suchbegriffe, die für ihr Online-Angebot oder ihre Website relevant sind.

Die Kunst des SEM
Die hohe Kunst im SEM ist es, diese grundverschiedenen Methoden zu einem Traumpaar zu vereinen. Die Voraussetzungen dafür sind generell gegeben: Der Schlüssel sind zentrale Keywords, die von beiden Kanälen abgedeckt werden. Als große Stärke bietet die Suchmaschinenvermarktung dafür eine Fülle an Daten an. Für SEO bestimmen Marketer daraus Midtail- und Longtail-Suchbegriffe oder -Phrasen, für SEA hauptsächlich Shorttail-Keywords. Es liegt daher auf der Hand, dass Unternehmen zunächst gemeinsame Strukturen – angefangen von Räumlichkeiten, die den Austausch beider Teams fördern, bis hin zu einem gemeinsamen Budget) für beide SEM-Methoden schaffen müssen. Nur so können Synergien optimal ausgeschöpft werden.
 
Bereits in der Startphase eines Projekts, in der SEO-Maßnahmen onpage und offpage einen großen Aufwand erfordern, fallen wertvolle Erkenntnisse für die Auswahl der richtigen AdWords ab. Im Rahmen der Keyword-Recherche dient SEO somit als Optimierungswerkzeug für SEA, aber auch umgekehrt.

Die genannten Regeln für ein effektives Zusammenspiel von SEO und SEA gelten prinzipiell auch für Video-SEM, das im Zuge des Bewegtbildbooms deutlich an Bedeutung gewonnen hat. Auch der Aufbau und die Pflege von Social Media, etwa Google+, und die Spezialisierung auf Local Search (Google Places) können das Google-Ranking erheblich verbessern. Dieses Instrumentarium zu verstehen und einzusetzen, dürfte sich auch in Zeiten künstlicher Verknappung in barer Münze auszahlen.